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Isabelle Kaiser *1866 †1925 1 - / Liebesreime


Dennoch

Längst hab' ich meinen Weg bestellt,
Was soll noch die Liebe frommen?
Wir werden auf dieser Welt
Doch niemals zusammenkommen.

Nie steigst du durch Berg und Wald
Den Weg zu meiner Zelle,
Ein anderes Weib schmückt bald
Beseligt deine Schwelle.

Doch bleibt es der hellste Strahl,
Der je meinen Pfad durchsonnte,
Daß ich dir ein einzigmal
Im Leben begegnen konnte.



Du

Du bist die Helle meines Lebens,
Im Dunkeln ging mein Lauf -
Ich suchte lange dich vergebens:
Da ging dein Stern mir auf.

Du bist die Laute meiner Tage,
Mein heimlicher Gesang,
Verstummt ist meine düstre Klage
Bei deiner Stimme Klang.

Du bist die Ruhe meiner Nächte,
Mein Wiegenlied bist du -
Ich halte betend deine Rechte
Und schließ' die Augen zu.



Seelchen

Wenn ich nächtlich um dich weine,
Wandert meine Seele aus,
Meine Seele sucht die deine,
Schleicht sich scheu nach deinem Haus.

Seelchen braucht kein Weggeleite,
Niemand sieht den stummen Gast,
Schmiegt sich leise dir zur Seite,
Nimmt dir ab des Tages Last.

Seelchen wiegt in sanftem Schlummer
Dich mit seinem Liede ein,
Und es schweigt vom eignen Kummer,
Küßt dein Haupt im Sternenschein.

Wenn es will im Osten tagen,
Zieht's von dannen leis und lind,
Daß im Haus die Menschen sagen:
"Horch! das ist der Morgenwind!"



Abschied

Tief im Winterrahmen
Leuchtet mir dein Bild.
Als wir Abschied nahmen
Fiel der Schnee so mild.

Standen eng beisammen
In der Flockenpracht.
Als wir Abschied nahmen
Fiel der Schnee so sacht.

Und die Wellen kamen
Wie ein schluchzend Heer.
Als wir Abschied nahmen
Kam die Nacht so schwer.
Fern und nah

Nach dir, mein Kind, trag' ich Verlangen,
Ich möchte immer bei dir sein,
Du bist wie Tau auf meinen Wangen,
Du bist wie Regen, Sonnenschein.

Und wo ich gehe, hör' ich leise,
Wie deine Stimme um mich klingt
Gleich einer frommen, heil'gen Weise,
Die man im Kirchenchore singt.

Und wo ich geh', auf allen Wegen,
Folgt mir dein Schattenbild, mein Kind,
Und deiner Nähe reichster Segen
Umweht mein Haupt wie Höhenwind.



Frage

Ich träumte einst, still schleppend meine Bürde,
Von einer stillen Frau,
Die sie getreulich mit mir tragen würde
So weit der Himmel blau -
Bist du die stille Frau?

Ich träumte einst in bangen Schmerzensstunden
Von einer weichen Hand,
Die sanft verbinden würde meine Wunden
Im fernen, fremden Land -
Bist du die weiche Hand?



Anima mea!

In dir hab' ich gefunden,
Was keiner mir gegeben:
Das Heil für meine Wunden,
Die Weihe für mein Leben.

Nun glühen meine Rosen
Im Park, dem langgesuchten.
Du gabst dem steuerlosen
Sehnen die stillen Buchten.

Du bist mir Nacht und Morgen,
Der Anfang und das Ende;
Denn alles ruht geborgen,
Im Segen deiner Hände.

Seit du in Lust und Leiden
Mir bist der Weggefährte,
Gedeih' ich wie die Weiden
Am Saum der Wasserfährte.


















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