Liebesgedichte.org Impressum                          


Liebesgrüße für Dich!

Liebesgedichte     

Verse     

Sprüche     

Traumtagebuch     

Texte     

Modern (keine Liebe)     



Uwe



Liebesgedichte für Dich!

Stine Andresen     

Frida Bettingen     

Emma v. Brandis-Zelion     

Betha Brandt     

Clara Held-Marbach     

Mia Holm     

Isabell Kaiser     

Josefine Freiin v. Knorr     

Helene Migerka     

Margaretha Mirbach     

Marie v. Najmajer     

Julie Gräfin Oldofredi-Hager     

Alberta v. Puttkamer     

Anna Ritter     

Franzisca Stoecklin     

Carmen Sylva     



Was ist Liebe?     

Über die Liebe     

Küssen     

Vom Herz     

Frühlingsgefühle     

Sehnsucht     

Schwärmerei     

Verliebt     

Leidenschaft     

Ich liebe Dich     

Ich denk an Dich     

Liebesgrüße     

Sprüche zur Liebe     

Romantische Bilder     

Beständige Liebe     

Lustiges     

Einsamkeit     

Abschied & Wehmut     

Liebesschmerz     


Freunde und Tipps




Frida Bettingen *1865 †1924 1 - / Liebesgedicht


Du mußt das Herz

Du mußt das Herz, das nach dir krankte, hegen,
wie eine Blume, die im Keller litt.

Wie eine Welle, die vom Meer gesondert,
sehnsuchtgeschüttelt über Steine glitt.

Wie eine Stimme in der stummen Geige,
die ihrer Zauberformel harrte, Tag um Tag -

Du mußt es sacht in eitel Sonne legen,
daß es an Sonne wieder glauben mag.



Immer steh ich am Fenster

Immer steh ich am Fenster,
die Schwalben ziehn.

Ich seh nicht, die mich liebhaben,
ich seh immer nur Ihn.

Oh, meine arme Seele,
wohin sollen wir fliehn!

Ich möchte gut bleiben, lieber Gott.
Hol mich in Deinen Himmel, lieber Gott.
Dann hat ein Ende die schwere, schwere Not.



Ich weiß eine Bank

Ich weiß eine Bank,
- nicht weit - nicht weit -
Komm mit, -
ich finde sie wieder.
Von Goldgehänge überdacht.
Und duftendem blauen Flieder.

Der Garten träumt seinen Mittagsschlaf.
Wir schleichen auf seidenen Sohlen.
Wir schleichen durch den heißen Sand
verstohlen - komm mit - verstohlen.

Die Sonnenuhr blinzelt,
- vorbei - vorbei -
Goldbienelein tränken sich träge.
Stumm! Stumm!

Nur ein einziger zitternder Laut:
Meines Herzens hellsingende Schläge.
Ich möchte so gern

Ich möchte so gern
mein Gesicht in Deine Hand legen,
ein kleiner Flaumvogel sein
im schützenden Nestwall,

und dann wag ich es nicht.

Ich möchte so gern
Deine süßen Augen küssen,
daß sie schliefen einen Augenblick bei mir,

und dann wag ich es nicht.

Ich möchte so gern
Deinen Herzschlag hören.
Dein Herz hat so viel stolze Wände.

Ob es wohl Holdes von mir spricht? -
Alles möchte ich!
Alles!

Aber es wird nur ein zages, kleines Gedicht.



Der Ruf

O Du,
dessen Ruf
über den Schlaf der Sinne hinging,
wie ein Schmetterling
über Felder der schlafenden Blumen geht,

- Eine küßt er,
Hundert erwachen -

Jede Minute staunt,
und zaudert,
und trennt
sich errötend von ihrer Schwester
die Dich nennt.

Alle nennen Dich.

Alle Pfeiler meines Hauses schweben,
und recken sich,
und sprechen Deinen Namen.
Aller Atem
in eines friedlichen Lebens Rahmen
ist breit hingestellt
in ein fremdes, bezauberndes Licht.
Alle Dinge in meinen Zimmern

sind Dir untertan.
Und schimmern.

Bücher und Bilder,
und Blumen, und Geschenke,

keines! daß Dich nicht denke!

Über meinen demutgebeugten Nacken
rollt Licht.
- - -

Ich kenne mich nicht.


















Copyright © 2013-2014, Uwe Pfeiffer