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Gedichte . Über Leidenschaft 1 - / Gedichte Leidenschaft


Gebet zwischen blühenden Kastanien

Frühling, o du süßer Junge!
Deine Beine sind so zärtlich
Schlank und deine schmalen Lippen
Feucht.

Wie du schreitest! Wie die Locken fliegen
Und das blaue Band im blonden Haare!
Wie es duftet, wo dein Mantel wehte!
Frühling, süßer, saftgebenedeiter
Siegerknabe mit den Mädchenbrüsten,
Hauch mich an mit deinem Blumenatem,
Der ich dich jetzt tiefer kenn und liebe,
Deiner Brünste voller bin ich ehmals.

Neig dich mir, o süßer Knabe, süßres
Mädchen! Ich vergehe sonst vor Sehnsucht,
Dich zu fühlen.

Otto Julius Bierbaum



Durchs Korn gehen warme Gassen

Durchs Korn gehen warme Gassen,
Mohnblumen trunken drohen
Und feurig nach dir fassen.

Die Ähr' schwillt heiß und hager.
In Halmen, himmelhohen,
Baut uns die Lieb' ein Lager.

Wo Lerchen drüber stehen,
Wenn wir wie Kornbrand lohen,
Wie Mohn durchs Feuer gehen.

Max Dauthendey



Wie mit glühendem Verlangen
Diese volle Rose blickt!
Aus den purpurroten Wangen
Liebesküss' und Grüße schickt!

Ja, sie möchte' es allen sagen:
Ach, wer liebt so heiß wie ich!
Möchte jede Blume fragen:
Liebes Blümchen, liebst du mich?

Und von allen Blumen jene
Bleiche Lilie zu ihr spricht:
Wüßtest du, wie ich mich sehne,
Blicktest du nach allen nicht!

Hoffmann von Fallersleben
So halt' ich endlich dich umfangen,
In süßes Schweigen starb das Wort,
Und meine trunk'nen Lippen hangen
An deinen Lippen fort und fort.

Was nur das Glück vermag zu geben,
In sel'ger Fülle ist es mein:
Ich habe dich, geliebtes Leben,
Was braucht es mehr als dich allein?

O, decke jetzt des Schicksals Wille
Mit Nacht und Welt und ihre Zier,
Und nur dein Auge schwebte stille,
Ein blauer Himmel, über mir!

Emanuel Geibel



Es schlief mein Mund

Es schlief mein Mund, vom Schmerz bewacht,
Du kamst und küßtest ihn zur Nacht,
Da wacht' er auf - nun wehe mir:
Wie lechzt und dürstet er nach dir!

Ergebenheit und stiller Sinn
Und Schlaf und Ruh - wo sind sie hin?
Ein Feuer glüht mir neu im Blut ...
So weiß ich wohl, wie Liebe tut!

Anna Ritter



Du willst es nicht in Worten sagen

Du willst es nicht in Worten sagen;
Doch legst du's brennend Mund auf Mund,
Und deiner Pulse tiefes Schlagen
Tut liebliches Geheimnis kund.

Du fliehst vor mir, du scheue Taube,
Und drückst dich fest an meine Brust;
Du bist der Liebe schon zum Raube
Und bist dir kaum des Worts bewußt.

Du biegst den schlanken Leib mir ferne,
Indes dein roter Mund mich küßt;
Behalten möchtest du dich gerne,
Da du doch ganz verloren bist.

Du fühlst, wir können nicht verzichten;
Warum zu geben scheust du noch?
Du mußt die ganze Schuld entrichten,
Du mußt, gewiß, du mußt es doch.

In Sehnen halb und halb in Bangen,
Am Ende rinnt die Schale voll;
Die holde Scham ist nur empfangen,
Daß sie in Liebe sterben soll.

Theodor Storm


















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