Liebesgedichte.org Impressum                          


Liebesgrüße für Dich!

Liebesgedichte     

Verse     

Sprüche     

Traumtagebuch     

Texte     

Modern (keine Liebe)     



Uwe



Liebesgedichte für Dich!

Stine Andresen     

Frida Bettingen     

Emma v. Brandis-Zelion     

Betha Brandt     

Clara Held-Marbach     

Mia Holm     

Isabell Kaiser     

Josefine Freiin v. Knorr     

Helene Migerka     

Margaretha Mirbach     

Marie v. Najmajer     

Julie Gräfin Oldofredi-Hager     

Alberta v. Puttkamer     

Anna Ritter     

Franzisca Stoecklin     

Carmen Sylva     



Was ist Liebe?     

Über die Liebe     

Küssen     

Vom Herz     

Frühlingsgefühle     

Sehnsucht     

Schwärmerei     

Verliebt     

Leidenschaft     

Ich liebe Dich     

Ich denk an Dich     

Liebesgrüße     

Sprüche zur Liebe     

Romantische Bilder     

Beständige Liebe     

Lustiges     

Einsamkeit     

Abschied & Wehmut     

Liebesschmerz     


Freunde und Tipps




Gedichte . Beständige Liebe 1 - / Gedichte Beständige Liebe


Stilles Glück

Es hat die Nacht geregnet,
Es zog noch grau ins Tal,
Und ruhten still gesegnet
Die Felder überall;
Von Lüften kaum gefächelt,
Durch's ungewisse Blau
Die Sonne verschlafen lächelt,
Wie eine wunderschöne Frau.

Nun sah ich auch sich heben
Aus Nebel unser Haus,
Du dehntest zwischen den Reben
Dich von der Schwelle hinaus,
Da funkelt auf einmal vor Wonne
Der Strom und Wald und Au -
Du bist mein Morgen, meine Sonne,
Meine liebe, verschlafene Frau!

Joseph Freiherr von Eichendorff



Winterabend

Da draußen schneit es: Scheegeflimmer
Wies heute mir den Weg zu dir;
Ein tret' ich in dein trauliches Zimmer,
Und warm an Herze fliegst du mir -
Ab schüttl' ich jetzt die Winterflocken,
Ab schüttl' ich hinterdrein die Welt,
Nur leise noch von Schlittenglocken
Ein ferner Klang herüberquellt.

"Nun aber komm, nun laß uns plaudern
Vom eigenen Herd, von Hof und Haus!"
Da baust du lachend, ohne Zaudern,
Bis unters Dach die Zukunft aus;
Du hängst an meines Zimmer Wände
All meine Lieblingsschilderein,
Ich seh's und streck' danach die Hände,
Als müss' es wahr und wirklich sein.

So flieht des Abends schöne Stunde,
Vom fernen Turm tönt's Mitternacht,
Die Mutter schläft, in stiller Runde
Nur noch die Wanduhr pickt und wacht.
Ade, ade! Von warmen Lippen
Ein Kuß noch - dann in Nacht hinein:
Das Leben lacht, trotz Sturm und Klippen,
Nur Steurer muß die Liebe sein.

Theodor Fontane



Drei Bitten

Drei Bitten hab' ich für des Himmels Ohr,
Die send' ich täglich früh und spät empor:
Zum ersten, daß der Liebe reiner Born
Mir nie versieg' in Ungeduld und Zorn;
Zum zweiten, daß mir, was ich auch vernahm,
Ein Echo weck', ein Lied in Lust und Gram;
Zum dritten, wenn das letzte Lied verhallt
Und wenn der Quell der Liebe leiser wallt,
Daß dann der Tod mich schnell mit sanfter Hand
Hinüberführ' in jenes bessre Land,
Wo ewig ungetrübt die Liebe quillt,
Und wo das Lied als einz'ge Sprache gilt.

Emanuel Geibel
Kornblumen flecht' ich dir zum Kranz
Ins blonde Lockenhaar.
Wie leuchtet doch der blaue Glanz
Auf goldnem Grund so klar!

Der blaue Kranz ist meine Lust;
Er sagt mir stets aufs neu',
Wohl keine sei in dieser Brust
Wie du, mein Kind, so treu.

Auch mahnt sein Himmelblau zugleich
Mich heimlich süßer Art,
Daß mir ein ganzes Himmelreich
In deiner Liebe ward.

Emanuel Geibel



Im Lampenschein

Das ist ein lieb Beisammensein,
Wenn über uns die Wanduhr tickt
Und dir der Arbeitslampe Schein
So voll ins frohe Antlitz blickt!

Ich rühr' dich manchmal heimlich an,
Nur, daß ich weiß: ich h a b e dich -
Dann lächelst du, geliebter Mann,
Und nickst mir zu und küssest mich!

Anna Ritter



Liebesruhe

Wie war ich erst so scheu und wild!
Und nun, so ganz dir hingegeben,
Ist alle Unrast süß gestillt!

Ein Friedenshauch zieht durch mein Leben,
Wie über reifendem Gefild
Wohl schon die Ernteglocken schweben.

Anna Ritter



Gedenkst du noch?

Gedenkst du noch, wenn in der Frühlingsnacht
Aus unserm Kammerfenster wir hernieder
Zum Garten schauten, wo geheimnisvoll
Im Dunkel dufteten Jasmin und Flieder?
Der Sternenhimmel über uns so weit,
Und du so jung; unmerklich geht die Zeit.

Wie still die Luft! Des Regenpfeifers Schrei
Scholl klar herüber von dem Meeresstrande;
Und über unsrer Bäume Wipfel sahn
Wir schweigend in die dämmerigen Lande.
Nun wird es wieder Frühling um uns her,
Nur eine Heimat haben wir nicht mehr.

Nun horch ich oft, schlaflos in tiefer Nacht,
Ob nicht der Wind zur Rückfahrt möge wehen.
Wer' in der Heimat erst sein Haus gebaut,
Der sollte nicht mehr in die Fremde gehen!
Nach drüben ist sein Auge stets gewandt:
Doch eines blieb, - wir gehen Hand in Hand.

Theodor Storm


















Copyright © 2013-2014, Uwe Pfeiffer